Das Haus ist zu groß geworden
Die Kinder sind längst ausgezogen. Fünf Zimmer, Treppen, Garten und Dach müssen trotzdem versorgt werden.
Mit Seniorendorf: kleiner und leichter wohnen, ohne Gerolsbach zu verlassen.
Eine Bürgerinitiative aus Gerolsbach
Kleine, barrierefreie Häuser für Seniorinnen und Senioren mitten im Ort. Wer kleiner wohnen möchte, bleibt bei Familie, Nachbarn und Verein, und große Häuser werden wieder frei für junge Familien.
Die Idee
Das Seniorendorf Gerolsbach ist eine Siedlung aus kleinen, ebenerdigen Häusern für ältere Menschen, mitten im Ort und mit einem gemeinsamen Treffpunkt.
Ein bis drei Zimmer, ebenerdig, mit kleinem Garten. In Modulbauweise schnell und günstig gebaut. Jeder wohnt selbstständig in den eigenen vier Wänden.
Ein Treffpunkt für Kaffee und Kuchen, kurze Wege zueinander, gegenseitige Hilfe ohne große Absprache.
Wer umzieht, macht ein Haus frei, das eine Familie aus dem Ort nutzen kann. Vorhandener Wohnraum wird genutzt, statt neue Wiesen zu bebauen.
Lebenssituationen
Fast jede Familie in Gerolsbach kennt eine dieser Situationen. Wählen Sie aus, was zu Ihnen passt.
Die Kinder sind längst ausgezogen. Fünf Zimmer, Treppen, Garten und Dach müssen trotzdem versorgt werden.
Mit Seniorendorf: kleiner und leichter wohnen, ohne Gerolsbach zu verlassen.
Junge Paare aus Gerolsbach finden kaum ein Haus mit Platz für Kinder. Viele ziehen deshalb weg.
Mit Seniorendorf: jedes frei werdende Haus ist ein Zuhause für eine Familie.
Die Eltern möchten in die Nähe der Kinder und Enkel ziehen, aber nicht mehr in ein großes Haus.
Mit Seniorendorf: ein kleines Haus ein paar Straßen weiter, nah dran und trotzdem selbstständig.
Viele Ältere sind tagsüber allein. Der nächste Kaffeeklatsch muss erst mit Auto und Termin geplant werden.
Mit Seniorendorf: gemeinsam backen, häkeln, stricken, spazieren gehen. Die Nachbarn wohnen nebenan.
Wer nicht mehr Auto fährt, braucht kurze Wege zu Einkauf und Alltag.
Mit Seniorendorf: Edeka und die Infrastruktur im Ort sichern eine gute Versorgung.
Pflegedienste fahren heute von Hof zu Hof und verlieren viel Zeit auf der Straße.
Mit Seniorendorf: ambulante Pflege und Haushaltshilfe lassen sich bündeln und besser planen.
Nach dem Verlust des Ehepartners wird das gemeinsame Haus plötzlich still und viel zu groß.
Mit Seniorendorf: ein neuer Anfang in vertrauter Umgebung, mit Menschen in der Nähe.
Plötzlich ist die Treppe ins Schlafzimmer ein Hindernis. Oft bleibt dann nur das Pflegeheim weit weg.
Mit Seniorendorf: ebenerdig weiterleben, selbstständig und im eigenen Ort.
Braucht einer der Partner Pflege, müssen Paare sich heute oft trennen.
Mit Seniorendorf: gemeinsam wohnen bleiben, mit Hilfe direkt vor der Tür.
Der Sohn oder die Tochter möchte das Elternhaus oder den Hof übernehmen. Wohin dann mit den Eltern?
Mit Seniorendorf: wie früher das Austragshaus, nur ein paar hundert Meter weiter und barrierefrei.
Kinderbetreuung ist knapp, die Großeltern wohnen weit weg oder auf einem abgelegenen Weiler.
Mit Seniorendorf: Großeltern in Laufweite für Abholen, Mittagessen und Hausaufgaben.
Wer Eltern versorgt, pendelt oft täglich zwischen Arbeit, eigener Familie und Elternhaus.
Mit Seniorendorf: kürzere Wege und Nachbarn, die mit aufpassen.
Wer früher aus Gerolsbach weggezogen ist, möchte im Alter oft zurück in die alte Heimat.
Mit Seniorendorf: ein passendes Zuhause für Rückkehrer.
Jedes neue Baugebiet kostet Wiesen und Äcker und Geld für Straßen und Kanal.
Mit Seniorendorf: bestehende Häuser werden besser genutzt, auf wenig Fläche entsteht viel Wohnraum.
Wer wegzieht, fehlt im Verein, im Kirchenchor und bei der Feuerwehr-Kameradschaft.
Mit Seniorendorf: Ältere und Familien bleiben im Ort und bleiben aktiv.
Arzttermine und Besorgungen außerhalb sind ohne Auto schwierig.
Mit Seniorendorf: Fahrgemeinschaften und Fahrdienste lassen sich an einem Ort organisieren.
Pflege, Hausmeisterdienst und Alltagshilfe sind gefragte Arbeitsplätze.
Mit Seniorendorf: neue Stellen in Gerolsbach, ohne Pendelweg.
Warum jetzt?
Laut Vorausberechnung des Bayerischen Landesamts für Statistik verändert sich unser Ort bis 2038 deutlich.
plus 49 Prozent
plus 86 Prozent, fast eine Verdopplung
plus 12 Prozent, es braucht also Wohnraum für alle
Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, Demographie-Spiegel für Bayern, Gemeinde Gerolsbach, Berechnungen bis 2038 (April 2026). Modellrechnung, keine exakte Vorhersage.
So geht es weiter
Mit einem Bürgerantrag nach Art. 18b der Bayerischen Gemeindeordnung muss sich der Gemeinderat offiziell mit dem Seniorendorf befassen.
Nötig sind 39 Unterschriften, also 1 Prozent der Einwohner. Unser Ziel sind 100.
Wir geben Antrag und Unterschriftenlisten im Rathaus ab.
Der Gemeinderat entscheidet innerhalb eines Monats, ob der Antrag zulässig ist.
Innerhalb von drei Monaten wird der Antrag öffentlich behandelt.
Mitmachen
Für den Bürgerantrag zählen nur handschriftliche Unterschriften auf Papier. Sie können zu den Öffnungszeiten an diesen Sammelstellen in Gerolsbach unterschreiben:
Unterschreiben dürfen Deutsche und EU-Bürger ab 18 Jahren, die seit mindestens zwei Monaten mit Hauptwohnsitz in Gerolsbach wohnen. Ihre Unterschrift verpflichtet Sie zu nichts, weder zu einem Umzug noch zu Kosten.
Sagen Sie uns anonym, wie Sie im Alter wohnen möchten. Die Bögen liegen bei den Sammelstellen aus. Mitmachen kann jede Bürgerin und jeder Bürger, unabhängig von der Staatsangehörigkeit.
Erzählen Sie Nachbarn, Freunden und Ihren Eltern davon oder teilen Sie diese Seite: jungundalt-gerolsbach.de
Häufige Fragen
Nein. Das Seniorendorf ist ein freiwilliges Angebot für alle, die sich irgendwann ein kleineres Zuhause wünschen.
Nein. Jeder wohnt selbstständig im eigenen kleinen Haus. Gemeinschaft und Hilfe gibt es, wenn man sie möchte oder braucht.
Genau das soll die Gemeinde prüfen lassen: mögliche Träger wie Genossenschaft, Gemeinde oder private Investoren und Fördermittel. Der Bürgerantrag beschließt noch keine Ausgaben.
Das ist noch offen. Die Gemeinde soll geeignete Flächen suchen. Der Gemeinderat entscheidet darüber öffentlich.
Moderne Modulhäuser werden in Holz- oder Massivbauweise nach den üblichen Baustandards errichtet. Sie entstehen schneller und günstiger und lassen sich später erweitern.
Nein. Für einen Bürgerantrag zählen nur handschriftliche Unterschriften auf unseren Papierlisten.